Berlin mit Kinderwagen, was tun bei schlechtem Wetter?

Der Sommer war unglaublich gut und wir hoffen auf einen phantastischen Herbst. Doch es ist gut, auch fürs schlechte Wetter ein paar Ideen in der Hinterhand zu haben!

Auch bei nicht so gutem Wetter tut es dir und deinem Baby meist gut, vor die Tür zu kommen.  Lass dir von Hebamme und/oder Kinderarzt erklären, wie du dich gegen Kälte rüstest bzw. wann du besser zu Hause bleibst.  Wenn das geklärt ist, dann mache dich bereit. Gummistiefel und Regencape waren dir vielleicht bisher fremd, halten dich (und deine Tasche/Rucksack) jetzt aber bei Regen trocken.  Und für den Kinderwagen gibt es Regenschutzhüllen – z.B. günstig in der Drogerie  – bzw. Fußsäcke und Decken für den Winter.

Tipp für Einsteiger: Damit der Regen Euch nicht kalt erwischt, übe ein paar Mal „trocken“ zu Hause, den Regenschutz über den Kinderwagen zu ziehen.

Und wo soll es nun hingehen? Hier ein paar Ideen:

Kultur: Eine gute Wahl sind Museen, Ausstellungsräumen oder Gedenkstätten, von denen es in Berlin eine große Auswahl gibt.  Kult ist das „Kinderwagenkino“ mittwochs um 11h im Babylon-Kino am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte, www.babylonberlin.de/kinderwagenkino.htm.

Natur: Für Tierfans sind das Aquarium des Zoologischen Gartens sowie das SEALIFE Berlin Aquarium ein guter Anlaufpunkt – allerdings bei Regen nachmittags und am Wochenende kein Geheimtipp, und daher wahrscheinlich gut besucht.  Suchst du tropische Temperaturen, kannst du auch einen Abstecher in die feuchtwarmen Gewächshäuser des Botanischen Gartens erwägen.

Wasser: Wenn du schon Babyschwimmkurs-Erfahrung hast und es dir alleine zutraust, suche auf www.berlinerbaeder.de/baeder/bad-suche/ nach Schwimmbädern mit warmen Becken, die zum Babyschwimmen geeignet ist.

Shoppen und Essen: Natürlich kannst du auch in einem Einkaufszentrum, Kaufhaus oder überdachten Orten wie dem Sony Center deine Runden drehen und nebenbei Einkäufe erledigen.  Manche schwören bei Regen auch auf (schwedische) Möbelhäuser. Mehr für Auge und Gaumen bieten historische Markthallen wie Markthalle 9 (Kreuzberg), Marheineke Markthalle (Neukölln) oder Arminius-Markthalle (Moabit).

Im Winter – allerdings draußen – hast du in der Elternzeit außerdem die Gelegenheit, tagsüber auf einen der vielen Weihnachtsmärkte zu gehen 🙂

Wenn dir alle Ideen ausgegangen sind und du trotzdem rausgehen möchtest: Kaufe dir ein BVG-Tagesticket und fahre – außerhalb der Rush Hour – mit den Öffis (z.B. Ringbahn oder breite Tram), wenn dein Baby gerne das sanfte Ruckeln mag.  Bei dieser Gelegenheit kannst du z.B. auch eine Runde im Hauptbahnhof einlegen, der architektonisch sehenswert und für einen Bahnhof erstaulich hell ist.

Berlin entdecken mit Kinderwagen – Parks entlang der Ringbahn

Der Sommer ist da! Das ist die perfekte Gelegenheit, dich für den Spaziergang mit deinem Baby etwas aus dem eigenen Kiez herauszuwagen.

Dir fällt spontan kein Ziel ein? Entlang der Ringbahn, die ganz Berlin verbindet (und die ich erst in der Elternzeit schätzen gelernt habe), gibt es eine Menge schöner und spannender Parks. Und die Ringbahn eignet sich mit ihren vielen barrierefreien Stationen außerhalb der Rush Hour auch gut für erste Schritte mit dem Kinderwagen in den Öffis.

Hier habe ich 16 meiner liebsten Ziele entlang der Ringbahn für dich zusammengestellt. Das Schöne ist: alle Ziele sind kostenlos (bis auf das Schöneberger Südgelände –  mit 1 Euro Eintritt)!

  1. Haltestelle „Landsberger Allee“: nach ein bisschen Fußweg erreichst du den traditionsreichen Volkspark Friedrichshain, wo ganz Prenzlberg spaziert
  2. Haltestelle „Frankfurter Tor„: nicht weit liegt der kleine, sympathische Stadtpark Lichtenberg
  3. Haltestelle „Treptower Park„: der Tausendsassa unter den Parks mit Spreespaziergang, sowjetischem Mahnmal und mehr – Treptower Park
  4. Haltestelle „Neukölln„: kleine, feine Parks in der Nähe sind Körnerpark, Thomashöhe und Lessinghöhe
  5. Haltestelle „Hermannstraße„: wo heute gedealt wird, übte einst Turnvater Jahn den Felgaufschwung – Volkspark Hasenheide
  6. Haltestelle „Tempelhof„: sowas gibt es nur in Berlin – unglaublich sanft schiebt sich der Kinderwagen auf dem glatten Rollfeld des Tempelhofer Feldes
  7. Haltestelle „Südkreuz„: nicht nur für Eisenbahnfans ist der Naturpark Schöneberger Südgelände
  8. Haltestelle „Innsbrucker Platz“ und „Heidelberger Platz„: hier beginnt/endet jeweils das grüne Band, das Schönberg und Wilmersdorf verbindet – Rudolph-Wilde-Park und Volkspark Wilmersdorf
  9. Haltestelle „Halensee„: tief im Westen – der kleine Friedenthalpark am Halensee
  10. Haltestelle „Messe Nord/ICC„: ein See mitten in der Stadt – der Lietzenseepark
  11. Haltestelle „Jungfernheide„: der Fußweg von der Haltestelle lohnt sich, denn nirgendwo in Berlin spaziert man so königlich wie im Schlosspark Charlottenburg
  12. Haltestelle „Westhafen„: genieße den weitläufigen Volkspark Rehberge nahe des Plötzensees
  13. Haltestelle „Gesundbrunnen„: eine wahre grüne Überraschung mitten in Gesundbrunnen ist der Volkspark Humboldthain
  14. Haltestelle „Schönhauser Allee„: mit ein bisschen Fußweg erreichst du den geschichtsträchtigen Mauerpark
  15. Haltestelle „Prenzlauer Allee„: nicht wirklich schön, aber als eines der letzten DDR-Prestigeprojekte für bezahlbares Wohnen sehenswert – Ernst-Thälmann-Park
  16. Haltestelle „Greifswalder Straße„: auch von hier erreichst du den Ernst Thälmann-Park; ein bisschen weiter östlich entlang der „Grünen Stadt“ aus den 1920er Jahren liegt der Anton-Saefkow-Park